In den 1960er Jahren wurde die alte B51 durch eine Autobahn ersetzt. Damit konnte der Durchgangsverkehr durch Brühl reduziert werden, doch damals ahnte wohl noch niemand, mit welchen Verkehrsflüssen in der Zukunft zu rechnen sein würde. Sonst hätte man wohl bereits zu dieser Zeit über Lärmschutzmaßnahmen wie z.B. eine Lärmschutzwand nachgedacht.
Heute nun ist der Verkehr da und damit auch der Lärm. Die A553 dient als Zufahrtsstraße zum Logistikknotenpunkt Köln-Eifeltor, was durch die Ortsumgehung Meschenich nun deutlich zunimmt und soll zukünftig auch eine Verbindung zu einer neuen Rheinquerung bei Wesseling darstellen. Da die A553 aber Bestandsschutz genießt, muss kein zusätzlicher Lärmschutz erfolgen.
Die Streckenführung mit Steigungen, Gefällen und den entsprechenden Kurven, lädt nicht nur stark motorisierte Zweiräder, sondern auch sonstige „Hobby-Racer“ ein, sich mit größtmöglicher Geschwindigkeit, dort zu versuchen.
Das alles führt nicht nur regelmäßig zu schweren Unfällen, die meist ohne großes Presseecho bleiben, sondern bedeutet für die Anwohner, dass sie trotz eines „Flüsterasphalts“ Lärmpegel von 70dB(A) tags und 60 dB(A) nachts aushalten müssen- ein erhebliches Gesundheitsrisiko!
BOVIVO hatte in 2010 über eine Petition im NRW- Landtag zu einer Aufbringung von Flüsterasphalt beigetragen. Einfacher und kostengünstiger wäre aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100km/h gewesen, was aber wegen der noch immer autofreundlichen Gesetzgebung in Deutschland nicht umsetzbar war. Während der Bauzeit zur Aufbringung des Flüsterasphalts gab es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h und damit eine deutlich merkliche Verminderung des Lärms. Leider setzt sich der offenporige Asphalt, genannt „Flüsterasphalt“ im Laufe der Jahre mit Reifenabrieb, Blütenstaub und Dreck zu, sodass die Wirkung innerhalb von 10 Jahren deutlich abnimmt.
BOVIVO ist noch immer aktiv und setzt sich weiter für ein Tempolimit und eine Lärmschutzwand ein.
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